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Mittwoch, 7. Mai 2014

ZDF-Sendung 22.45 Uhr heute: Pillen für die Psyche. Werden unsere Kinder krank gemacht?

ZDF-Zoom heute um 22.45 Uhr eine Sendung, welche Eltern auf keinen Fall verpassen sollten:

Beate Frenkel und Astrid Randerath: 
Sie zeigen, wie die Pharmaindustrie mit neuen Krankheiten einen riesigen Markt erobert. Die fatalen Folgen dieser Entwicklung werden im deutschen Fernsehen dokumentiert. Es wird gezeigt, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte, die in den USA ihren Anfang nahm.
Kommentar zur Sendung:
Ohne Erfolg wehren sich Eltern gegen die ständig wachsende Verschreibungspraxis von Psychopharmaka.

Lehrer und Jugendamtsmitarbeiter treten an zurückhaltende Eltern heran und verlangen, dass diese ihren Kindern Psychopharmaka verschreiben lassen.......

Weigern sich Eltern wird ihnen sogar mit Sorgerechtsentzug gedroht. In Kinderheimen ist die Verwendung der Psychopillen normaler Alltag. Es gibt kaum ein Heimkind, welches keine Pillen bekommt......(Alle unten stehenden Fälle können bei Bedarf dokumentiert werden. Zum Schutze der "MelderInnen" werden keine Details genannt.)

Eine Mutter berichtet:
Ein Heimmitarbeiter hat mir anvertraut: " Verraten Sie mich bitte nicht, sonst bin ich meinen Job los, aber ich muss ihnen sagen, dass nicht nur ihr Kind, sondern alle anderen regelmäßig Psychopharmaka bekommen. Die Krankenkassenkarten der Kinder werden eingesammelt und der verschreibende Arzt untersucht die Kinder nicht einmal selbst, sondern die Verschreibungen orientieren sich an den Berichten der Heimerzieher."

Ein Kinderarzt meldete sich bei der Unterzeichnenden. Er hatte Kontakt mit einem im Heim untergebrachten Jugendlichen, welcher 6 Jahre lang ohne Unterbrechung das Medikament "Risperidon" verabreicht bekommen hat (ist lt. Beipackzettel überhaupt nicht zulässig!). Der Jugendliche hätte sich über die schweren Nebenwirkungen beklagt und darüber, dass weder sein Vormund, noch das Heim ihm helfen würde......
Daraufhin hat sich der Kinderarzt an die Heimaufsicht in der Trägerschaft des LVR gewandt: Ergebnis: Kontaktverbot des Kinderarztes mit Heimkindern. Ob der Jugendliche noch Risperidon nehmen muss ist nicht bekannt. (Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 16.000 Beschäftigten für die etwa 9,6 Millionen Menschen im Rheinland. In seiner Trägerschaft befinden sich u.a. psychiatrische Kliniken, sozialpädiatrische Zentren, LVR-Ärzte erstellen Sachverständigengutachten für Familiengerichte und behandeln Heimkinder, die LVR betreibt eigene Kinderheime, Schulen etc......und sie übt die Heimaufsicht in NRW aus.)

Eine engagierte Heimmitarbeiterin versuchte einem anderen Jugendlichen zu helfen, weil auch dieser unter den schweren Nebenwirkungen der an ihn verabreichten Psychopharmaka litt. Auch sie wandte sich an die LVR-Heimaufsicht. Ergebnis: Entlassung der Heimmitarbeiterin. Ob dem Jugendlichen geholfen werden konnte, ist unbekannt.

Auch im Falle des Enkelkindes im Großelternfall in Geldern wird dem zwischenzeitlich 12-jährigen Jungen seit mehreren Jahren das Medikament Dipiperon verabreicht. Proteste der Anwältin, der Großeltern und des Vaters sind von der Vormündin des Jugendamtes der Stadt Geldern und dem Landgericht Kleve schlicht ignoriert worden....Erstbehandler des Kindes (soweit bekannt): LVR-Klinik in Viersen.

Im Fall des Jugendamtes Kreis Gütersloh - Rietberg  (Bericht folgt) wird einem 10-jährigen Mädchen Methylphenidat (Nebenwirkung u.a. "Untergewicht") in Kombination mit Asthmamedikamenten verabreicht.  Das Mädchen ist während ihres Heimaufenthaltes extrem abgemagert. Ärztliche Untersuchungen dazu sind den bis vor kurzem sorgeberechtigten Eltern (!)  vom Caritas-Heim in Münster nicht mitgeteilt worden. Eine ärztliche Untersuchung beim Hausarzt der Familie hat ergeben, dass das Mädchen einen besorgniserregenden BMI von 13,5 hat und tatsächlich ein psychogenes Asthma vorliege, welches mutmaßlich Resultat der psychischen Belastung des Kindes als Folge der Heimunterbringung sei  (= Kontraindikation zur Behandlung mit Asthmamedikamenten). Das Amtsgericht Rheda-Wiedenbrück und das Jugendamt ist darüber unbesorgt. ....und hat das Kind per Einstweiliger Anordnung von seiner Herkunftsfamilie und seiner Schwester getrennt. Die veranlasste Blutuntersuchung musste gecancelt werden. Die Gesundheitsfürsorge liegt jetzt bei der anwaltlichen Ergänzungspflegerin......

Fehldiagnose und Fehlbehandlung "Asperger Syndrom" eines Heimkindes:
Eine Mutter, deren Kind wegen eines elterlichen Sorgerechtsstreites seit Jahren gegen seinen Willen im Heim leben muss, war von einer leitenden Ärztin der LVR-Klinik in Bonn als "Asperger Syndrom-Kind" diagnostiziert und mit Neuroleptika behandelt worden. Weil die Mutter die Diagnose der Ärztin in Frage gestellt hatte, ist der Mutter zugleich der Umgangskontakt zu ihrem Kind untersagt worden. Angeblich störe sie damit die "therapeutische" Behandlung des Kindes. Nun hat sich - dank der Hartnäckigkeit der medizinisch ausgebildeten (!) Mutter anhand eines neuen Sachverständigengutachtens herausgestellt: Die Asperger-Diagnose war eine Fehldiagnose......

FAZIT:
Die oben berichteten Fälle stellen einen "Ausschnitt" dessen dar, was der Blogautorin regelmäßig von betroffenen Eltern und Heimkindern berichtet wurde.....

Werden Kinder und Jugendliche "behandelt", wird die Gabe von Psychopharmaka häufig zur scheinbaren Selbstverständlichkeit. Richter, Anwälte, Sozialpädagogen, Gutachter und Psychiater sehen die regelmäßige Versorgung von Kindern mit Psychopillen ohne Besorgnis und Eltern folgen häufig dem Diktat von Fehlinformationen bzw. beugen sich dem Druck der öffentlich-rechtlichen Institutionen. Die Herstellerfirmen der Psychopillen haben über Jahre hinweg Lehrer und Erzieher über den Bedarf der Psychopillen "informiert" und Fragebögen verteilt, damit bereits Lehrer- und (Heim-)Erzieher einschätzen können, ob Bedarf besteht.....



Sendungsinformationen

Mittwoch 07.05.2014, 22:45 - 23:15 Uhr
VPS 07.05.2014, 22:45 Uhr
Länge: 30 min.
Dokumentationsreihe, Deutschland, 2014
Wiederholung  Mo: 12.05.2014, 03:45 Uhr Nachtprogramm (VPS 13.05.2014, 03:45 Uhr)





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