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Mittwoch, 19. Mai 2010

Mütter und Väter in Erzwingungshaft weil sie die sexuelle Aufklärung ihrer Kinder nicht der Schule überlassen wollen

Wer glaubt, dass in Deutschland nur solche Menschen ins Gefängnis kommen können, welche auch eine Straftat begangen haben, wird zunehmend eines Besseren belehrt:

Zitat aus: "Sexualerziehung" häufig schamverletzend und enthemmend
Regine Schwarzhoff: Nach Artikel 6 Grundgesetz haben wir Eltern als allererste das Recht und die Pflicht, unsere Kinder zu erziehen. Wenn staatliche Institutionen solche Zwangsmaßnahmen benutzen, um in die Kindererziehung einer Familie einzugreifen, die diese Verantwortung sehr bewußt wahrnimmt, stellt dieser Staat sich ein Armutszeugnis aus. Die betroffenen Familien, die zu einer christlichen Baptistengemeinde gehören, werden systematisch unter Druck gesetzt, erst die Väter, dann die Mütter in Erzwingungshaft genommen und wie zu Gefängnisstrafen verurteilte Täter behandelt. Und das, weil sie ihre Rechte und Pflichten als Eltern aus ihrem Glauben und Gewissen besonders ernst nehmen. (weiter hier: "Sexualerziehung" häufig schamverletzend und enthemmend)

Einmal ist es ein Bild des eigenen Kindes, welches ein Elternteil "widerrechtlich" veröffentlicht hat, das andere Mal ist es die Weigerung von Eltern die Sexualerziehung, welche eigentlich die Intimsphäre einer Familie berührt, nicht von "engagierten" LehrerInnen durchführen zu lassen.

Eltern werden von einzelnen Schulen gezwungen, die Konzepte der Schule bezüglich Sexualerziehung ihrer Kinder mitmachen zu müssen. Dabei stoßen dann unterschiedliche Wertvorstellungen und Weltanschauungen aneinander. Als ehemalige Lehrerin bin ich der Auffassung, dass die tätigen LehrerInnnen froh sein müssten, wenn Eltern diese Aufgabe selbst übernehmen, denn aus meiner Sicht haben LehrerInnen und ihre persönliche Weltanschauung nichts im Intimbereich einer Familie zu suchen.

Unter dem Label der angeblichen "Missbrauchsverhütung", welche dem Theaterstück "Mein Körper gehört mir" angedichtet wird, wurden von einzelnen Schulen Eltern gezwungen, ihre Kinder das Theaterstück als "verpflichtende Schulveranstaltung" besuchen zu lassen.

Dabei gehen manche Schulen äußerst rabiat vor, wenn Eltern sich weigern, die Schule in den familiären Intimbereich eindringen zu lassen. So bringen manche Schulen, die Intimsphäre der Familie schützende Eltern wegen "Verletzung der Schulpflicht" vor Gericht, mit dem Ergebnis, dass im Wechsel die Elternteile der Kinder im Gefängnis landen.

Selbstverständlich gibt es zahlreiche Schulen, welche hier völlig anders verfahren. Dort werden die Eltern im Rahmen von Elternsprechtagen oder Elternabenden zuvor angehört, dort wird zuvor besprochen welche Unterrichtsbestandteile im Sexualkundeunterricht theamtisiert werden und welche nicht..
Dort werden weltanschaulich entgegengesetzte Wertvorstellungen von Eltern respektiert und die Möglichkeit geschaffen, dass die betroffenen Kinder einerseits ihrer Schulpflicht nachkommen können und andererseits nicht dem Zwang eines weltanschaulich vordefinierten Sexualkundeunterrichtes ausgesetzt werden.

Wenn Sexualkundeunterricht nach der Vorschrift einer Schule und ohne Rücksicht auf weltanschauliche Divergenzen mit den Eltern stattfinden soll, darf man zu Recht das pädagogische Konzept der Schule hinterfragen. Man darf zu Recht fragen, ob denn die hier betroffenen Kinder Vertrauen zu ihren LehrerInnen entwickeln können, wenn diese - anstatt kompetent und im Dialog mit den Eltern zu verkehren - , diese Eltern auf dem Klageweg ins Gefängnis bringen. Wo bleibt hier das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Familie, wo bleibt hier das Recht darauf, sexuelle Werte und Normen nach der eigenen Weltanschauung vermitteln zu dürfen? Wo bleibt hier der Schutz der Familie gemäß Artikel 6 GG und Artikel 8 EMRK?

Ein solches "Erziehungskonzept" in einer Schule, führt aus meiner Sicht zum "Missbrauch" mit dem "Missbrauch" . Es ist erziehungswissenschaftlich gesehen sehr schwer nachvollziehbar, wenn im Namen angeblicher Kindesinteressen, die Kindeseltern ins Gefängnis geschickt werden.

Ich habe in der Hauptschule gezwungenermaßen Sexualkunde unterrichtet und weiß, dass LehrerInnen und Kinder mit der Intimsphäre der MitschülerInnen und ihrer Familien auf erschreckend offenkundige Weise konfrontiert werden.

Da offenbaren SchülerInnen freimütig ihre Masturbationstechniken und ihre sexuellen Fantasien. Es berichten SchülerInnen über prekäre, sehr intime familiäre Situationen, wie z.B. zufällige und ungewollte Konfrontationen mit elterlichen Intimitäten, welche nicht für die Ohren der zahlreich anwesenden MitschülerInnen geeignet sind. Eltern fragen beunruhigt nach, ob denn ihr Kind auch so offenherzig über die Intimsphäre ihrer Familie berichtet hätte........und kein Lehrer kann hier guten Gewissens zusichern, dass die Intimsphäre der Familien im Rahmen des Sexualkundeunterrichts noch gewahrt werden kann.

Während andernorts Juristen mit Hilfe von Abmahnungen und  Einstweiligen Anordnungen einen großen Eifer zum Schutz der Persönlichkeitsrechte entwickelt haben, so existiert hier ein Niemandsland ohne jeglichen Grundrechtsschutz. Warum unterliegen LehrerInnen einer strengen Schweigepflicht hinsichtlich ihres Spezialwissens über die Privatsphäre von Familien, wenn dieses Wissen ungehindert über das Klassenzimmer und das Plaudern über die familiäre Intim- und Privatsphäre weiter gegeben darf?

Denn diese Berichte tauschen die SchülerInnen, noch unbehelligt von verfassungsrechtlich unantastbaren Würde- und Intimsphäregedanken, im Klassengespräch und die "größeren" Intimitäten auf dem Schulhof aus. Manches Elternteil, erfährt durch die Berichte ihrer Kinder, was Kind XY zufällig an Intimitäten zwischen seinen Eltern erlebt hat und vieles andere mehr.

All diese Berichte geraten ans Tageslicht,weil die Kinder durch "Vorbilder" angeregt werden offen über dieses Thema zu reden.

Leider sind viele Pädagogen fest davon überzeugt, dass sexueller Missbrauch nur über diese Form der Aufklärung verhindert werden könne.

Noch gibt es keine Forschung, welche belegen könnte, dass das Wissen über Gefahren, die Gefahren auch bannen. Weiß doch jeder Raucher, wie schädlich das Rauchen ist, weiß doch jeder der Alkohol und Rauschmittel ohne Maß konsumiert, dass er dieses Verhalten umgehend einstellen müsste....

Trotzdem rauchen sie .....trotzdem trinken sie.....trotzdem......

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