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Donnerstag, 22. April 2010

Misshandlung im Kinderheim: Weihbischof hüllt sich beharrlich in Schweigen

Nachdem täglich neue Nachrichten über Misshandlung und Missbrauch in staatlichen und kirchlichen Einrichtungen die Öffentlichkeit erreichen und das Thema zwischenzeitlich auch auf entsprechendes Interesse stößt, möchte ich an einen Fall erinnern, über welchen ich im Dezember 2009 berichtet habe und welcher bis dato von der verantwortlichen Kirche ignoriert wird. Die betroffenen Kinder und Eltern werden einfach im Stich gelassen.

Die Kinder befinden sich im Kinderheim, weil der Staat sie dort vor ihren Eltern und der angeblich von den Eltern verursachten Kindeswohlgefährdung schützen müsse. Dabei ist ganz offenkundig das Gegenteil der Fall, mit dem feinen Unterschied:

Niemand schützt die Kinder bei Kindeswohlgefährdungen durch den Staat!

Im Unterschied zu Misshandlungen im Elternhaus gibt es für misshandelte Kinder, welche unter "staatlicher"oder kirchlicher Aufsicht stehen, keinen Schutz.
Jugendämter werden durch keine Behörde und durch kein Verwaltungsgericht wirklich kontrolliert. Jugendämter und Mitarbeiter schauen weg, wenn es um Misshandlungen und um Missbrauch in Kinderheimen geht. Die Heimaufsicht gibt sich mit oberflächlichen Begründungen zufrieden.

Eltern, welchen das Sorgerecht entzogen wurde haben keinerlei Rechte, gegen staatlich tolerierte Misshandlungen und Missbräuche in staatlichen oder kirchlichen Einrichhungen vorzugehen. Die Kinder sind schutzlos ihrem harten Schicksal ausgeliefert......

Im unten zitierten Beitrag berichtete ich über die Vorgehensweise eines "christlichen" Kinderheimes. Nunmehr sind vier Monate vergangen und nichts ist geschehen. Der zuständige Weihbischhof hat meinen Brief einfach ignoriert.

Sonntag, 13. Dezember 2009 

Kindesmisshandlung in italienischer Kita - Kindesmisshandlung in deutschen Kinderheimen* 

Dazu hatte ich einen Brief an den zuständigen Weihbischof geschrieben. Dieser blieb unbeantwortet und die Situation unverändert:

Sehr geehrter Herr Weihbischof XXXXX,

ich wende mich an Sie in Ihrer Funktion als  Vorsitzender des XXXverbandes (Anm. = Träger des hier betroffenen Kinderheimes) XXXX, mit der Überzeugung, dass Ihnen genau so wie mir, das Wohl von Kindern am Herzen liegt.
............................................[...]

Im Rahmen meiner Aufgaben begegnen mir auch immer wieder Fälle, wo leider Amtsfunktionen zum Nachteil des seelischen und körperlichen Wohls von Kindern nicht im Sinne des Gesetzes gehandhabt werden.

Hier geht es um das Kinderheim XXXX und um das Wohlergehen der dort untergebrachten Kinder. Im Falle der Eheleute XXXXX wurde mir Folgendes bekannt:

  1. Die für die Kinder zuständige Verfahrenspflegerin beklagt die schlechten Zustände im Heim XXXX beim zuständigen Familiengericht
  2. Die Eltern XXXXX legen mir Fotografien ihrer Kinder – bei einem Besuchstermin gefertigt -  mit erheblichen Verletzungen vor
  3. Die Eltern XXXXX legen mir ein Schreiben des Heimleiters vor, in welchem er – ohne Angabe von Gründen – den Eheleuten verbietet das Heim zu betreten. Damit verbunden war die Unmöglichkeit der Wahrnehmung des mit dem Jugendamt vereinbarten Besuchskontaktes.
  4. Die Heimleitung wird, so wie es den Anschein hat, vom Jugendamt unterstützt, so dass die Besuchstermine ohne Angabe von Gründen abgesagt wurden. (Die Eltern haben  mehrere hundert Kilometer Autofahrt zurückgelegt, um ihre Kinder zu sehen. Vor Ort seien die vereinbarten Besuchstermine im Nachhinein widerrufen worden. Gestern hätten die Kinder außerhalb des Heimes einen Elternkontakt haben sollen. Die Eltern sind 180 Kilometer gefahren, dann wurde ihnen mitgeteilt, dass die Kinder nicht da seien.)

Es ist möglicherweise nicht auszuschließen, dass das Kinderheim XXXX die Kinder nicht zum Besuchstermin gebracht hat,  weil bislang die bestehenden Probleme nicht behoben werden konnten und die betroffenen Eltern sich ggf. zu Recht hätten erneut über den körperlich-seelischen Zustand ihrer Kinder beschweren können.

Bei einer Recherche im Internet habe ich noch Folgendes zum hier angesprochenen Heim herausgefunden. Ein(e) Mitarbeiter(in) schreibt anonym in einem Bewertungsforum Folgendes über dieses Heim:
"Das Arbeitsklima könnte besser sein! Mobbing"......Betriebsrat darf nicht gegründet werden!“

Auch die Äußerungen der Verfahrenspflegerin („Anwältin der Kinder“) halte ich für beunruhigend. So schreibt diese an das zuständige Familiengericht Folgendes:

„Bei beiden Willensäußerungen ist zu berücksichtigen, dass sich die Kinder seit 9 Monaten in einer Aufnahme- und Krisengruppe mit einer Gruppenstärke von 13 Kindern und 6 betreuenden Personen befinden. Die Fluktuation innerhalb der Kindergruppe ist erheblich, da sich einige Kinder oft nur wenige Tage oder Wochen in dieser Gruppe aufhalten. Die Fluktuation der Erzieher erschien in den vergangenen Monaten in dieser Gruppe ebenfalls sehr hoch. Außerdem beinhaltet die konzeptionelle Voraussetzung einer Aufnahmegruppe nicht die Rollenfunktion eines Bezugserziehers.
Intensive Bindungen sind nicht vorgesehen. Das ist aus fachlicher Sicht zwar richtig, gestaltet sich aber problematisch, wenn ein Kind für die Dauer von fast einem Jahr in einer Aufnahmegruppe lebt und zudem kaum vorschulische Förderung erhält bzw. keinen Kindergarten besucht XXXX und XXXX befinden sich mit ihrer Aufenthaltsdauer von 9 Monaten zur zeit am Längsten in dieser Gruppe. XXX war bei beiden Besuchskontakten der Unterzeichnenden kaum in der Lage eine/n ErzieherIn namentlich zu benennen.“

Natürlich kann ich als beratende Beiständin nicht beurteilen, ob die Kinder sich zu Recht im Heim befinden, jedoch meine ich, feststellen zu können, dass im Kinderheim einige Missstände vorhanden sind, welche nicht beseitigt, sondern offenbar durch die gesetzeswidrige Unterbindung des elterlichen Umgangsrechtes (§ 1684 BGB) vertuscht werden sollen.

Die mir vorgelegten Bilder der beiden Kinder zeigen erhebliche und nicht erklärbare Verletzungen, welche – wären die Kinder noch in elterlicher Obhut – normalerweise zur sofortigen Inobhutnahme eines zuständigen Jugendamtes führen würden.

Da in diesem Heim offensichtlich eine hohe Mitarbeiterfluktuation bestehen soll, kann man sich vorstellen, dass dort ordnungsgemäße und dem Kindeswohl zuträgliche Betreuung derzeit nur schwer umsetztbar sein könnte. Als Pädagogin gehe ich davon aus, dass das Arbeitsklima sich nicht nur auf die Mitarbeiter, sondern auch auf die Qualität der Betreuung auswirken könnte.

Eigentlich sollte man meinen, dass sich die Jugendämter, welche für die freien Träger gewissermaßen eine Aufsichtsfunktion haben, sich für das Kindeswohl im Kinderheim interessieren und dafür Sorge tragen, dass für jedes betroffene Kind die passende Bleibe ausgesucht wird. Dies ist hier leider nicht der Fall, denn das Jugendamt scheint – so wie es den Anschein hat – die Vorgehensweisen des Kinderheimes zu unterstützen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Zustände aus Ihrer Sicht niemals Ihre Zustimmung finden würden und bitte Sie im Namen der betroffenen Kinder darum, soweit Ihnen möglich, sich persönlich ihres körperlichen und seelischen Wohles anzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Monika Armand
Diplom-Pädagogin



 

Wer der zunehmenden Unterlassungsklageflut contra Meinungsfreiheit und Aufklärung  die Stirn bieten kann: Namen und Anschriften der hier betroffenen Parteien können unter MonikaAr(at)web.de erfragt werden.




1 Kommentar:

  1. Schaut doch mal auf www.Kinderhandel.de.tl. Vorbei

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