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Samstag, 13. März 2010

Deutsche Medien: Missbrauchsskandal weckt Interesse am Zustand der aktuellen Kinder- und Jugendhilfe

Viel Elend, viel Leid füllt derzeit die Seiten der Tageszeitungen und erfasst die deutsche Medienlandschaft: Missbrauchsskandale der Vergangenheit erblicken das Licht der Öffentlichkeit. Die Taten sind längst verjährt, die Täter nicht mehr in Arbeit und die Opfer sind längst erwachsen. Mutige Einzelpersonen brachten die Offenbarung zahlreicher Missbrauchsfälle ins Rollen und viele weniger Mutige folgen ihrem Vorbild..

Das lässt nicht nur die Medien aufhorchen, sondern beunruhigt jene, welche darum bemüht sind, die aktuellen Missbrauchs- und Misshandlungsfälle unter "staatlicher Obhut" zu vertuschen und zu verdecken. Wer die Betroffenenszene kennen gelernt hat, der glaubt nicht mehr daran, dass alle Jugendämter sich für ihre Aufgabe der "Kindeswohlsicherung" tatsächlich interessieren.

Es geht um Macht und es geht um Geld. Jugendämter, welche die gesetzlichen Vorschriften missachten - das ist zwischenzeitlich Alltag in Deutschland. Ich frage mich als Erziehungswissenschaftlerin wie ein modernes Land Erkenntnisse der empirischen Erziehungswissenschaft und Psychologie komplett ignorieren und das Kindeswohl rücksichtslos im Rahmen eines angeblichen staatlichen Wächteramtes derart mit Füßen treten kann. Besonders erschreckend ist für mich dabei, dass die so stattfindenden Kindeswohlschädigungen mit dem Label "Kindeswohl" versehen werden.
Geht es etwa um Macht und um Geld ?  Oder geht es um psychologisches Nichtwissen und um pädagogische Unfähigkeit? Oder geht es darum, dass die Empathiefähigkeit, d.h. die Fähigkeit sich in Mitmenschen einfühlen zu können, zunehmend verloren geht?

Es gibt  keine Kontrolle darüber, ob Jugendamtsmitarbeiter tatsächlich gesetzeskonform handeln. Sie haben keine Behörde über sich, welche die Vorgehensweisen anhand der gesetzlichen Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfegesetzes tatsächlich überprüft. Jugendamtsmitarbeiter stehen meist unter dem "persönlichen" Schutz ihrer Dienstvorgesetzten. Warum auch sollte ein Bürgermeister oder Landrat gerade seiner Behörde ins Buch schreiben, dass dort irgend etwas nicht im Sinne des Gesetzes passiert? So entsteht die Kultur des Negierens und des Leugnens. Jugendamtsmitarbeiter sind oft die tatsächlichen Entscheider.  FamilienrichterInnen werden zu willfährigen Ausführungsknechten der "vorgeschlagenen" vermeintlich "sozialpädagogischen" Entscheidungen.
Jugendamtsmitarbeiter "kooperieren" mit dem Kinderschutz, angeblich zum Schutze von Kindern...... Sie entscheiden über Gelder und über Aufträge und dadurch auch über Inhalte. Sie bestimmen, welche(r) GutachterIn das Gericht auswählt  und welche(n) nicht. Sie entscheiden darüber, wer den Umgang am besten fördert oder oftmals am besten verhindert. Sie entscheiden ob die Kinder in Obhut genommen werden, sie entscheiden ob jemand psychisch krank ist und angeblich nicht kooperiert......und sie entscheiden selbst darüber, ob ihre Vorgehensweisen den Vorschriten des Kinder- und Jugendhilfegesetzes entsprechen.....

Jeder kontrolliert sich selbst.....Qualitätssicherung.....Kontrolle der Effektivität und Effizienz des eigenen Handelns - Fehlanzeige....
Jugendamtsmitarbeiter bestimmen darüber, ob sie familiengerichtliche Beschlüsse umsetzen oder sich dagegen stellen. Es ist völlig egal, wie Familiengerichte entscheiden. Wenn FamilienrichterInnen nicht spuren, werden sie auf die "Spur gebracht". Das ist Kinderschutz in Deutschland.
Jene Personen, welche entscheiden wissen gar nichts oder sehr wenig darüber, welche Folgen Fremd- und Heimerziehung für Kinder haben können. Sie wissen wenig darüber, was die Scheidungsfolgenforschung über die Situation der Familie und der Kinder aussagt. Sie haben wenig Ahnung von Entwicklungspsychologie. Sie wissen nicht, was sie in der Kinderseele anrichten, wenn sie mit Polizeigewalt am frühen Morgen von jetzt auf nachher Kinder ihrer geliebten Familie entreißen. 
Deutschland und seine Jugendämter.....aus erziehungswissenschaftlicher und psychologischer Sicht zerstören viele "Sozialpädagogen" Tag für Tag Kinderseelen und sorgen mit großem Engagement dafür, dass die nächste "Kinderheimgeneration" auch zukünftig in Kinderheimen heranwachsen kann.
Hartz-IV - soviel steht für viele Betroffene jetzt schon fest - wird - dank unzureichender Förderung, Zuwendung und Liebe - der Faktor, welcher ihr zukünftiges Leben bestimmen wird. Staatliche Kindereinrichtungen sind ein wichtiger volkswirtschaftlicher Faktor....so wichtig, dass der Erhalt des "volkswirtschaftlichen Faktors" den "menschlichen Faktor" auf eine unbeschwerte Kindheit überwiegt.
Wirtschaftswohl-Herrschaftswohl-Finanzwohl stehen im Vordergrund
 Familienunwohl....Kinderunwohl....Seelenleid...sieht man kaum.....
Hauptsache die "Kasse" stimmt
Erst wenn die einstigen "Wirtschaftsfaktoren institutionalisierter Erziehung" einmal in Rente sind und jene miteinander kooperierenden vermeintlichen "Kinderschutznetzwerke" auseinanderfallen werden, welche die am Geld und an der Macht interessierten Verbindungen einst zusammen gehalten haben..........ja dann melden sich vermutlich wieder viele Betroffene und schließen sich den zahlreich gebildeten Vereinen "ehemalige Heimkinder", "ehemalige Misshandelte", "ehemalige Missbrauchte" an. Es wird auch in Zukunft einen "runden Tisch" geben. Auch dann wird man wieder Aufklärung versprechen oder sich herausreden, wie schlimm es doch einst war....... Man wird sich über die schlimme Vergangenheit unterhalten und wieder einmal vergessen, dass die Stimmen der Gegenwart von der staatlich gestützen Macht gekonnt in Schach gehalten werden. Solange die Unkontrollierten unkontrolliert bleiben........wird sich der Mantel des Schweigens schützend über sie legen.....

Und so schreien sie....und klagen....hier in Deutschland.....und anderswo.....
Wen interessieren schon die Schicksale jener im "Kinderknast" eingesperrten Kinder? Wer hört schon ihr Weinen und ihr Klagen nach den Eltern, den Großeltern,Verwandten und Freunden. Wer zu laut schreit wird mit Medikamenten versorgt, damit ihr lautes Schreien wieder leiser werden kann.  Sie sind eingeschlossen und abhängig von ErzieherInnen, welche ihren Lebensunterhalt dank der kasernierten Kinder verdienen,  abhängig von Institutionen, welche ihr Geschäft mit ihnen machen und abhängig von Ämtern und Behörden, welche die gute Kooperation der Institutionen untereinader mit "Anerkennungen" versüsst bekommen.
Natürlich gibt es auch jene, welche das staatliche Wächteramt mehr als eine Berufung sehen. Sie wollen helfen, sie wollen unterstützen, sie greifen erst ein, wenn alles Erdenkliche versucht worden ist. Diese Behörden wirken im Stillen. Sie brauchen keine Macht, sie brauchen keine Demütigung von Eltern um sich besser zu fühlen, sie brauchen keinen Anwalt um einen Prozesskrieg gegen Betroffene und Beistände zu führen, denn sie arbeiten mit Nächstenliebe, Verständnis und frei von Eigennutz.
 
In diesem Sinne gelten meine Gebete den gepeinigten und schreienden Kinderseelen. Liebe M. und lieber J. ....falls ihr mal an einen Computer dürft in eurem "Kinderknast"...... ich hab euch lieb ......und  darf es euch nicht sagen....Eure "Pflegeoma" Monika
Unser gemeinsamer Trost und unsere gemeinsame Hoffnung sind die Anrufe der "vierten Gewalt" die Medien in Deutschland, welche vielleicht auch euch einmal entdecken......

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