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Mittwoch, 16. Dezember 2009

Heim verbietet Eltern das Fotografieren ihrer Kinder...und nimmt 13 1/2-jährigem Jungen seine Privatsphäre....

Kinderfotos dürfen nicht gemacht werden, weil dadurch das Heim diskreditiert werde..... so die Feststellung der Begründung des Heimes für das Fotografierverbot gegen die Kindesmutter. Zitat aus dem Hilfeplanbericht:

Diesbezüglich wurde berichtet, dass Frau xxxx gegenüber der Einrichtung einen Vertrauensbruch begangen hat, indem sie Fotos von der Gruppe der Zwillinge ohne Rücksprache aufnahm und ins Internet stellte und die Einrichtung unter anderem auf diese Weise öffentlich diskreditierte"
Dies ist ein schönes Beispiel, wie Kinderheime  Eltern bevormunden und ohne jegliche Grundlage diskreditieren. Es geht in Wahrheit gar nicht um die Kinder, sondern es geht um die Einrichtungen, welche - wie hier - zum Thema in einem Hilfeplangespräch werden. Was dieser Umstand mit dem Wohl der im Heim untergebrachten Kinder zu tun haben soll, ist überhaupt nicht nachvollziehbar.


Wegen eines angeblichen Fehlverhaltens ihres 13 1/2-jährigen Sohnes wurde diesem seine Zimmerschlüssel abgenommen, was bedeutet, dass er zu jeder Tages- und Nachtzeit durch Mitbewohner und Erzieher gestört werden kann. In Heimen ist es oft nicht einmal üblich, dass vor Eintritt in das Zimmer angeklopft wird, was bedeutet, dass dieses Kind keinerlei Privat- und Intimsphäre mehr hat. Gerade aufgrund dieses Umstandes, ist der Entzug des Zimmerschlüssels eine "entwürdigende Erziehungsmaßnahme". Entwürdigende Erziehungsmaßnahmen sind in den Augen des Gesetzes verboten.


Meines Erachtens ist dies ein sehr schwerer Eingriff in die Persönlichkeits- und Grundrechte des Kindes. Ein solcher Eingriff als "Sanktionsmittel" ist daher überhaupt nicht geeignet, sondern stellt eine Verletzung des § 1631 BGB dar:
§ 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge
(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.
Die Mutter  berichtet, dass ihr Sohn schon seit längerer Zeit keinen Schlüssel zu seinem Zimmer hat:

Dazu aus dem Hilfeplanbericht:
"Herr xxx berichtet, der Schlüssel sei wegen "Name des Kindes" Fehlverhalten eingezogen werden, er solle ihn aber demnächst zurückerhalten. Auch "Name des Kindes"* wünscht sich, seinen Schlüssel zurück zu bekommen. Auf Nachfragen, wann mit der diesbezüglichen Entscheidung gerechnet werden kann gibt es seitens der Einrichtung keine überschaubare Zeitvorgabe. Es wird besprochen, dass die Frage zeitnah geklärt werden soll, damit sich die Konsequenzen für "Name des Kindes" in einem überschaubaren Rahmen bewegen."

Zum Kinderheim:
Der Träger des Kinderheimes: Katholische Kirchengemeinde XXXX

So werden Eltern und Kinder im "Namen Gottes" seelisch misshandelt.....Und wieder einmal wird deutlich . Seelische Kindesmisshandlungen fanden nicht nur in der Vergangenheit statt.......

Nonnen sollen Kinder jahrzehntelang systematisch gequält haben Ehemalige Heimkinder klagen über Misshandlungen
Kassel (rpo). In deutschen Heimen sind bis in die Mitte der 80er Jahre hunderte Kinder systematisch misshandelt worden, vor allem von katholischen Nonnen, Priestern und Erziehern. Das sagte der Vorsitzende der "Bundesinteressensgemeinschaft der misshandelten und missbrauchten Heimkinder Deutschlands", Jean-Pierre de Picco, am Freitag.


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