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Samstag, 7. November 2009

Vormund "entsorgt" umgangsberechtigten Vater......

Pressemitteilung und Kommentierung:

Nachdem der Vormund des 6-jährigen Mädchens XX erfuhr, dass gegen ihn wegen Strafanzeige vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag erstattet und nun ein Ermittlungsverfahren wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen, Entziehung Minderjähriger sowie wegen weiterer Straftaten gegen ihn eingeleitet worden war, schlug der Vormund auf den Vater des Kindes wahllos und tätlich ein.

Der Vater von XX, Herr Y, erlitt unter anderem Verletzungen im Gesicht, der Vormund hatte ihm mit einem gezielten Faustschlag ins Gesicht die Lippe blutig geschlagen. Danach wurde der Vater gemeinsam von dem Vormund und einem Mitarbeiter des Kreisjugendringes S., wo der Besuchskontakt stattfand, zu Boden gerungen. Die Jugendschützer knien sich sofort auf den Kindesvater, um ihn am Boden zu fixieren. Der Mitarbeiter des Kreisjugendringes sticht dem Vater mit dem Finger ins Auge. Die Tochter XX wird gleichzeitig von der Fremderzieherin sowie einer Mitarbeiterin des Kreisjugendringes aus dem Raum geschleift.

  •  Anmerkung: Ein Stich ins Auge löst bei jedem Menschen - auch bei einem ansonsten überaus friedlichen!! - eine natürliche Abwehrreaktion aus. Die akute Gefährdung des Augenlichts führt dazu, dass sich jeder Betroffene automatisch wehrt. Der hier angegriffene Vater hat entsprechend seiner Schilderung selbstverständlich jenen Abwehrreflex gehabt und sich gegen diesen Mitarbeiter zur Wehr gesetzt. Man kann sich hier nicht des Eindrucks erwecken, dass die nur wenige Minuten später eintreffende Polizei möglicherweise schon vor dem geplanten Angriff auf den Kindesvater erfolgt ist:
Der wenige Minuten später eintreffenden Polizei wird erklärt, dass sich die Situation sich mittlerweile „beruhigt“ habe, worauf einer der Polizisten das gerufene Sondereinsatzkommando wieder abbestellt. Die Polizei nimmt die Anzeige der Beamten auf, die Anzeige des Vaters als eigentliches Opfer der tätlichen Übergriffe jedoch nicht.

Zuvor hatte der Vater dem Vormund des Kindes, Herrn L. vom Kreisjugendamt S. im persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass er es sich nicht länger gefallen lassen werde, dass XX gegen ihre Eltern aufgehetzt werde. So stehe das Verhalten der Fremderzieherin, bei der XX seit fast zwei Jahren leben muss, dem Kindeswohl entgegen, zudem förderten Fremderzieherin und Jugendamt S. die in Fachkreisen als PAS bekannte Eltern-Kind-Entfremdung.

Der Vater hatte während des Besuchskontaktes seine weinende Tochter trösten und beruhigen wollen. Nach Auffassung des Kreisjugendamtes S. hätten die Besuchskontakte „begleitet“, d.h. überwacht stattzufinden, die Anwesenheit eines Beistandes, von Verwandten oder Freunden wurde dem Vater bereits im Vorfeld untersagt, ohne dass eine dieser Bedingungen gerichtlich festgelegt gewesen wäre.
  • Anmerkung: Ich habe diese Pressemitteilung aufgenommen, weil die Darstellung in meinen Augen durch die Untersagung eines Beistandes für den Kindesvater sehr glaubwürdig ist. Die Anwesenheit eines Beistandes des Vaters war gesetzeswidrig, d.h. entgegen den  Bestimmungen des § 13, SGB X   untersagt worden. Durch die Abwesenheit eines Beistandes für den Vater war es möglich gewesen, eine "Schlägerei" zu inszenieren und damit den Vater endgültig zu entsorgen. Ich fürchte, dass der Vater durch diese Situation nun auf Dauer entfernt worden ist. Solange die Jugendamtsmitarbeiter, die Fremderzieherin und der Vormund bei einer einheitlichen gemeinsamen Aussage gegen den Kindesvater bleiben, wird er kaum Chancen haben, dass man ihm seine Version glaubt. Hier zählt dann die "Stimmenmehrheit". Sofern der Vater Glück hat und seine Verletzungen von Arztseite sofort hat aufnehmen lassen, könnte ggf. der Stich ins Auge die hier angesprochenen Mitwirkenden in Erklärungsnot bringen.....

FAZIT:
Eine solche Vorgehensweise im Zusammenwirken zwischen Vormund, Jugendamtsmitarbeiter und Fremderzieherin dürfte (hoffentlich) eine bedauerliche Ausnahme sein. Denn es gehört sehr viel Skrupellosigkeit dazu, mit Kindeseltern in dieser Form umzugehen und dem hier betroffenen Kind seinen Umgangsanspruch auf diese - dem Kindeswohl entgegen laufenden Weise - auf immer zu entziehen. Sofern das Kind nur einen Teil der Ereignisse mitbekommen hat, wird es lange daran zu "beißen" haben....  
Kleiner Trost: Mir sind Jugendämter bekannt, welche eine derartige Vorgehensweise strengstens verurteilen würden.
Leider bestätigen solche Ausnahmen immer wieder auch einmal die Regel....zum Leidwesen der hier betroffenen Familienangehörigen.

Empfehlung:
Auch wenn das Jugendamt einen Beistand verbietet:
Sobald Sie das Gefühl haben, dass die Umgangstermine möglicherweise dazu benutzt werden sollen, Sie zu provozieren um damit einem Gericht einen angeblichen "Beweis" für Ihre Gewalttätigkeit und Unzuverlässigkeit zu liefern, pochen Sie darauf, dass Sie zu Umgangsterminen eine Begleitperson mitbringen. Im Zweifelsfalle empfehle ich Ihnen: Tun Sie es einfach. Nehmen Sie aber jemanden mit, der auch in Krisensituationen ruhig und gelassen reagieren kann. Zu Ihrer eigenen Sicherheit rate ich in schwierigen Situationen dazu, lieber vorsorglich - bis zur Klärung ggf. durch einen Rechtsanwalt - auf einen Umgang zu verzichten.

Auf diese Weise können Sie vermeiden, dass Sie ähnlich "entsorgt" werden wie dieser Vater hier entsorgt worden ist.

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