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Mittwoch, 11. November 2009

Jugendamt und hohe Kosten: Effektive Sparidee - Familienhebammen (Sendung ZDF: 37°)

Familienhebammen helfen jungen Familien

Familienhebammen springen dann ein, wenn frisch gebackene Eltern überfordert sind, etwa durch Krankheit, oder weil sie minderjährig sind, manchmal auch, weil sie nie gelernt haben, mit Stress-Situationen fertig zu werden. Auch wenn Alkohol- oder Drogenprobleme im Spiel sind, können Familienhebammen helfen, den Kindern einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen.
Anmerkung:
Im Fernsehbericht war darauf hingewiesen worden, dass die Familienhebammen nicht vom Jugendamt geschickt werden, sondern dem Gesundheitsamt zugeordnet sind. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass die Familienhebammen einer strengen Schweigepflicht unterworfen sind, d.h. es findet keinerlei Informationsaustausch mit dem Jugendamt statt. Nur in Extremfällen, wenn auch ein Ausnahmetatbestand vorliegt, dürfen sie die Schweigepflicht brechen. Da die Familienhelferinnen auf das Vertrauen einer zwischenzeitlich den Jugendämtern gegenüber sehr misstrauisch gewordenen Generation angewiesen sind, dürfen Betroffene hier zu Recht auf diese Zusicherung vertrauen.

Hilfe in schwierigen Situationen

Kein Geld für Einsätze

Familienhebammen sind staatlich geprüfte Hebammen mit einer Zusatzausbildung. Obwohl es bundesweit etwa 800 Familienhebammen gibt, fehlt in einigen Städten und Gemeinden ein Konzept für die Finanzierung des Einsatzes dieser Kräfte. Während der Entstehung des Filmes hat sich gezeigt, dass viele freiberufliche Familienhebammen eine Zusatzausbildung gemacht haben, aber monatelang keine einzige Familie betreuen konnten, weil niemand ihre Arbeit bezahlt.

Ich halte diesen Umstand für einen handfesten Skandal: Wenn Säuglinge von ihren Eltern getrennt werden, dann zahlt selbstverständlich der Staat für deren Unterbringung bis zu ca. 5.000 bis 6.000 Euro im Monat.

Für einen äußerst kostengünstigen und erfolgreichen präventiven Einsatz von Familienhebammen, welche im Monat ca. 400 Euro kosten dürften, ist jedoch kein Geld da. Das soll einer verstehen?

1 Kommentar:

  1. ja, leider ist es häufig so, das Heime und Unterbringungen heut zu Tage mehr genehmigt werden als irgendwelche ambulanten hilfen. Dann bekommt man von einem Sachbearbeiter gesagt weil das Kind halt Verhaltensprobleme aufweist das eine Heimunterbringung alles ändern soll. Und wenn man das als Eltern nicht unterschreibt dann würde man ein Sorgerechtsverfahren bekommen. So war es dann auch. Nur das auch meine Kinder zwar ohne jegliche Hilfe vom Jugendamt sich von Tag zu Tag bessern.

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