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Dienstag, 13. Oktober 2009

Heimkind unter Neuroleptikumdauergabe: Jugendamt übt Druck auf fragende Eltern aus

Es kommt immer wieder mal vor, dass "echte" anonyme Meldungen beim Jugendamt eingehen und ein Jugendamt dieser Meldung nachgeht, wenn möglicherweise das Kindeswohl gefährdet ist. Dazu ist es in einem solchen Fall auch verpflichtet.

Etwas "merkwürdig" in diesem Fall ist allerdings, wenn das Jugendamt von einer angeblich anonymen Meldung spricht und Eltern vorlädt, obwohl das Kind im Heim lebt und ein Umgang mit dem Kind bislang nur unter Aufsicht der Vormündin stattgefunden hat.


Dieses Jugendamt - eines jener Jugendämter, welches, wenn es um Inobhutnahmen geht, in Deutschland Rekordzahlen schreibt - verweigerte bis vor kurzem jeden Umgang mit dem seit über 6 Jahren im Heim lebenden Kind. Erst nach mehrfachen gerichtlichen Eingaben hat das Familiengericht nun einen neuen Vormund eingesetzt und der bisher tätigen Vormündin und dem zuständigen Jugendamt die Rote Karte gezeigt. Die neue Vormündin arbeitet so vorbildlich, wie es das Gesetz auch vorsieht. Unter ihrer Federführung haben Kontakte zum Kind stattgefunden und ihre Berichte sind einfühlsam und positiv.

Einziger Wermutstropfen für das Jugendamt und das betroffene fragwürdige Kinderheim: Die Eltern bleiben hartnäckig zu der Frage, warum das Kind im Heim seit zwei Jahren und ohne regelgerechte vorausgehende Diagnostik das Medikament Risperdal verabreicht bekommt. Das Gericht wollte dazu eine ärztliche Stellungnahme haben. Dies ist nun mehrere Wochen her und nichts ist geschehen. Das Kind ist immer noch den schwerwiegenden Nebenwirkungen und Einschränkungen (geistige Verlangsamung, d.h. kognitive Einschränkungen, Ruhigstellung, Auswirkungen auf den Hormonhaushalt etc.) eines Neuroleptikums ausgesetzt. (siehe dazu dieser Bericht:Medikamentenversuch mit Risperdal an Heimkind?)

Trotz gesetzlicher Auskunftspflicht erfahren die Eltern - auch von der neu eingesetzten Vormündin - nicht, welcher Arzt hier angeblich diese Medikamentengabe verordnet haben soll. Wie im Bericht zuvor handelt es sich um einen sog. Off-Label-Use. Für diesen übernimmt keine ärztliche Versicherung die haftungsrechtlichen Folgen.

Nun fragen sich die Beistände und der zuständige Rechtsanwalt, was hinter der Aufforderung der verantwortlichen Jugendamtsmitarbeiterin steckt, wenn sie einen angeblichen "anonymen Hinweis" bekommen haben soll. Denn eigentlich sind solche Hinweise nur denkbar, wenn das Kind in Obhut der Eltern lebt. Und warum gibt die neu zuständige Vormündin keine Auskunft hinsichtlich der Neuroleptikumgabe, obwohl sie ansonsten gewissenhaft ihre Aufgabe wahrnimmt? Steht die Vormündin hier möglicherweise unter massivem Druck von außen?


Der Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen, dass hier das Jugendamt oder das Kinderheim mit unseriösen Methoden arbeitet. Das Jugendamt ist nicht in der Lage den angeblichen anonymen Hinweis, welcher für diese Eltern und das Jugendamt von Bedeutung sein soll, konkret zu benennen. Man darf also gespannt sein.

Steckt möglicherweise das Kinderheim hinter dieser Entwicklung? Kam von dort der anonyme Hinweis. Denn schon einmal sollen Mitarbeiterinnen des Kinderheimes einen falschen Bericht verfasst haben. Auch die Ereignisse um die Inobhutnahme des Kindes sind mehr als dubios. Was hat dieses Kinderheim zu verbergen? Der Sitz des Pharmaherstellers liegt in unmittelbarer Nähe zum Kinderheim.........

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