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Sonntag, 27. September 2009

Ungesetzlicher Kindesentzug und Umgangsverbot

Das ist wieder ein Beispiel unter vielen, wie auf reinen Verdacht hin, Kinder ihren Eltern entzogen und auf Steuerzahlerkosten "hospitalisiert" werden.
Zum "Wohle des Kindes" werden hier Kinder schwer traumatisiert und der elterlichen Zuwendung entzogen. Eigentlich ist bekannt, dass Heimunterbringungen Kinder seelisch schwer schädigen können. Insbesondere dann, wenn die Kinder sich bislang zuhause wohl und geborgen gefühlt haben. In solchen Fällen "protestieren" die Kinder häufig im Heim und werden dann "erpresst": "Verhalte Dich anständig, dann darfst Du Deine Eltern sehen." Diese Form der Umgangserpressung ist ungesetzlich. Dennoch wird sie ständig praktiziert. Den Eltern wird eine Umgangssperre verhängt, Gründe dafürwerden selten angegeben. Obwohl nur Familienrichter das gesetzliche Umgangsrecht (§§ 1684, 1686 BGB i.V. mit A rt. 6)durch Beschluss einschränken können, handeln hier Jugendämter daher ohne jegliche gesetzliche Grundlage. Dies nennt man Amtsdelikt, welche Betroffene auch zur Anzeige bringen können.

Man mag sich fragen, warum vermeintlich pädagogisch und psychologisch ausgebildete "Sozialpädagogen" Kinder auf diese Weise in Heime verfrachten und parallel dazu ohne jeglichen Grund und in gesetzes- und verfassungswidriger Weise ein "Ausnahmegericht" bilden und dazu noch den Umgang verbieten.

Für mich sind derartige Handlungsweisen ein Beleg dafür, dass Jugendamtsmitarbeiter sehr schlecht ausgebildet sind, da sie offenbar weder über die für ihre Tätigkeit notwendigen Rechtskenntnisse, noch über eine ausreichende pädagogisch-psychologische Qualifikation verfügen, welche sie in die Lage versetzen, den gesetzlichen Vorgaben (SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfegesetz) gerecht zu werden. Wissenschaftlich fundierte, objektivierte Angaben und am SGB VIII orientierte Begründungen (siehe: SGB X, § 35 Begründung des Verwaltungsaktes) sucht man daher in Stellungnahmen der Jugendämter häufig vergeblich. Der unten geschilderte Fall ist kein Einzelfall, sondern leider ein Fall unter vielen Fällen, behördlicher Willkür.

Denn das Thema Umgang ist in den §§ 1684 und 1686 BGB geregelt und steht unter verfassungsrechtlichem Schutz (Artikel 6 GG). Jugendämter, bzw. seine Mitarbeiter, welche ohne Angabe von stichhaltigen Gründen den Umgang vereiteln, machen sich strafbar. Die Regelungen zum Umgang stehen unter dem Richtervorbehalt, was übersetzt bedeutet, dass nur ein Familiengericht darüber entscheiden kann, ob Eltern mit ihren Kindern der Umgang versagt wird bzw. versagt werden kann. Die Bedingungen dafür hat das Bundesverfassungsgericht bereits ausführlich diskutiert und ausgeurteilt. Die Rechtsprechung hat einer Mutter, welche ihr Kind dem Kindesvater vorenthalten und den Umgang vereitelt hat, vorgehalten, dass sie sich gemäß § 235 StGB strafbar gemacht hat.Nichts anderes kann für Sozialpädagogen gelten, welche eigenmächtig und ohne die Genehmigung eines Familiengerichtes den Umgang verhindern.

Solange Jugendämter und Jugendamtsmitarbeiter ohne jegliche Kontrolle schalten und walten können, steht zu befürchten, dass möglicherweise ganz andere Gründe eine Rolle spielen könnten. Denn Heime verdienen an Unterbringungen eine Menge Geld. Zwischen 5.000 bis 6.000 Euro kostet monatlich die Unterbringung eines Kindes. Kinderheime stehen in engem Kontakt mit Jugendämtern und seinen Mitarbeitern. Jugendamtsmitarbeiter verfügen - ungeachtet der Kostenfrage - darüber, welche Kinder ins Heim gesteckt werden. Zwischenzeitlich werden zahlreiche Kinder nur aufgrund irgendwelcher nicht nachvollziehbarer Verdächtigungen und Mutmaßungen über erzieherische Unzulänglichkeiten in Heime gesteckt. Niemand würde also kontrollieren und feststellen können, ob hier nicht mancher Euro den Besitzer aus Dankbarkeit einer erneuten Zuweisung eines Kindes ins Heim, wechseln würde.......

Und solange der Steuerzahlerbund dieses "teure" Thema noch nicht für sich entdeckt hat, kann diese "Kinderindustrie" ungestört auf Kosten des seelischen Wohls von einst wohlbehüteten Kindern weiter wachsen. Jugendamtsmitarbeiter können sich bislang sicher sein, dass ihre Willkürhandlungen keinerlei Folgen für sie haben!

Sorgerechtsstreit: Mutter erringt Teilerfolg vor Familiengericht

Von Thomas Mielke

Ihr Sorgerecht für die zwei in Obhut genommenen Kinder wird nicht weiter beschnitten.

Zittau. Die um ihre zwei in Obhut genommenen Kinder kämpfende Mutter aus dem Oberland muss keine weitere Beschneidung ihres Sorgerechts befürchten.
[...]
Parallel dazu soll das Amt seit Montag quasi eine Umgangssperre verhängt haben. Angeblich soll die Mutter ihre Kinder nur noch drei Stunden im Monat sehen dürfen. Ihr Rechtsbeistand hat das Gericht gebeten, dagegen vorzugehen.

Dieser Fall zeigt deutlich, dass auch hier Kinder ohne jegliche Grundlage traumatisiert worden sind. Der Gipfel der Willkür jener "Sozialpädaogen" ist der Umstand, dass den Kindern die elterliche Zuwendung durch die Umgangssperre gänzlich entzogen worden ist. Da kümmert sich unser Verfassungsschutz zu Recht um Parteien, welche eine Gefahr für unsere demokratische Grundordnung sind. Und wer kümmert sich darum, dass Jugendämter ihre grundgesetzlichen Verpflichtungen und Vorgaben einhalten? Der Staat schaut schlicht weg.

Das Familienministerium ist bereits vielfach von Betroffenen angerufen und um Abhilfe gebeten worden. Allerdings scheinen diese Anfragen offenbar in ministerialen "Schubladen", anstatt auf dem Schreibtisch der Familienministerin zu landen. Die Politik verschließt die Augen und sinniert nach Einzelfallvorkomnissen darüber nach, wie man noch schneller und unkontrollierter in Elternrechte eingreifen kann....... Für übereifrige Jugendamtsmitarbeiter scheint dies geradezu eine Aufforderung zu sein, bei jedem noch so kleinen, wahrgenommenen Defizit Kinder in Heime zu verfrachten.

Mitursächlich dürfte dabei auch eine realitätsfremde Erziehungsideologie sein, wonach sogar angeborene geistige Behinderungen und Verhaltensauffälligkeiten aus Sicht jener Möchtegernepädagogen mit einer "richtigen" Erziehungsstrategie "wegtherapiert" werden könnten. So stecken Jugendamtsmitarbeiter in einem lebens- und wirklichkeitsfremden erzieherischem Machbarkeitswahn, welcher genau das Gegenteil bewirkt, was jene "Erziehungsideologen" bezwecken.....

Hinzu kommt, dass diese Ideologie vornehmlich von Sozialpädagogen vertreten wird, welche selbst keinerlei Erfahrungen im Umgang mit Kindern haben. Hier wird deutlich, dass ein Teil des Vorwurfes über die Folgen an die Ausbildungsstellen der Sozialpädagogen gehen muss. Denn nur mit einer ausreichenden rechtlichen, pädagogischen und psychologischen Theorieausbildung in Verbindung mit längerer Berufspraxis im Umgang mit Kindern aller Altersgruppen, kann eine einigermaßen adäquate Einschätzung der Wirklichkeit erst umgesetzt werden.

All das hat mit fachlichem Handeln überhaupt nichts zu tun. Denn das Handeln im oben geschilderten Fall belegt wieder einmal, dass weder pädagogische, noch psychologische Gründe und noch weniger das Kindeswohl eine Rolle spielten. In diesem Fall scheinen völlig sachfremde Gründe eine Rolle spielen. Es wäre an der Zeit, dass hier einmal der Frage nachgegangen wird, ob "sachfremde" Zuwendungen und Vorteile eine Rolle spielen könnten........

Wie sonst kann man sich erklären, dass Kinder gegen ihr Wohl im Heim regelrecht "gefangen gehalten" werden?

Es gibt natürlich auch Ausnahmen, d.h. Jugendämter, welchen ein pädagogisches Denken noch nicht abhanden gekommen ist und Fremdunterbringungen nur in jenen Fällen vornehmen, wo Alternativen nicht (mehr) vorhanden sind. Sie orientieren sich an den verfassungsrechtlich gesetzten Rahmenbedingungen  für eine Kindeswohlgefährdung.

Man kann Eltern nur empfehlen, solche Wohnorte zu suchen, wo ungerechtfertigte Kindesentziehungen kaum bekannt geworden sind....

1 Kommentar:

  1. Dem oben angeführten Artikel können wr nur aus eigener kErfahrung voll und ganz zustimmen. Uns wurde die Vormundschaft und Pflege unserer Enkeltochter auf Betreiben des Jugendamtes Leer von einer Rechtspfegerin des AG Leer enzogen. Eine beim Gericht vorher beantragte Inobhutnahm des Kindes war vom Richter nicht genehmigt worden. So wurde also die Vormundschaft angefochten, wofür offenbar ken Richter nötg ist, obwohl es sich ja grunsätzlich auch um ene Sorgerechtsentscheidun handelt, wenn der vom Richter bestimmte Vormund enfach ausgewechselt werden soll, was ja eigentlich nur dem Richter vorbehalten ist. Als Grund wurden probleme des Vormunds, also uns mit der Kindesmutter, also unserer Tochter angegeben und auf mangelnde Umgangskontakte verwiesen. Dies wurde vom Jugendamt und mit gleichen Worten von der Rechtsplfegerin als mangelndes Verständnis des Vormundes für die Bedürfnisse des Mündels bezeichnet. Noch bevor wir Kenntnis vom Beschluss der Rechtspfegerin über den Vormundshaftsentzug hatten, wurde unssere Enketochter aus der Schule heraus in eine fremde Plfegefamilie verbracht. Seitdem hat unsre Tochter als Kindesmutter weniger Kontakt zum Kind als bei uns, obwohl dies ja als Grund für den Vormundschaftsentzug angegeben war. Paradox. Es wurden vorher vom Jugendamt und auch vomn Vormundschaftsgericht, obwohl laut Gesetz vorgeschriebenben keine vorherigen Maßnahmen ergriffen, um das angebliche Problem abzuhelfen, wie die Einrchtung einer Umgangspflegschaft. Der Vorschrift der Verhältnismäßigkeit, das eine Inobhutnahme als letztes Mittel anzusehen ist, wurde in der Weise Rechnung getragen, das diese ohne jegliche vorherige Maßnahmen als erstes vorgenommen wurde. Zynischerweise wurde dann behauptet, es sei ja gar keine Inobhutnahme, sondern nur der dem Vormund zustehende Wechsel des Pflegeverhältnisses. mit der dann sich selbst widersprechenden Kürzung der Umgangkontakte der leiblichen Mutter. Sämtlice gerichtlichen Schritte gegen das Vorgehen des Jugendamtes laufen ins Leere, da sich das Gericht der Ansicht des Jugendamtes anschließt und unsere auch faktisch zu beweisenden Gegenargumente ignoriert. Wir werden als uneinsichtig dargestellt, wenn wir darauf hinweisen, das das Jugendamt falsch ermittelt hat. Entweder will man mit allen Mitteln begangene Fehler vertuschen auf Kosten des Kindes oder die Inobhutnahme diente der Bedienung einer Pflegestele.

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