Blog durchsuchen

Dienstag, 30. Juni 2009

Vergewaltigungs-SMS: "Hallo, können wir heute abend Sex machen?"

Mit welchen hinterhältigen und dreisten Methoden unbescholtene Männer von rachesüchtigen Frauen zu Sextätern gemacht werden zeigt dieser Fall. Sie wollte das alleinige Sorgerecht und behauptete von ihrem Lebensgefährten vergewaltigt worden zu sein. Es ist leider kein Einzelfall und normalerweise finden sich immer wieder GutachterInnen, JugendamtsmitarbeiterInnen und auch FamilienrichterInnen, welche in solchen Fällen zum Steigbügelhalter einer schnellen Verurteilung eines Unschuldigen werden. Die badische Zeitung berichtet :

Um sich das alleinige Sorgerecht für ihren Sohn zu sichern, bezichtigte eine junge Frau wider besseres Wissen ihren Lebensgefährten, sie vergewaltigt zu haben, woraufhin der verhaftet wurde. Eine Kurznachricht auf seinem Handy ließ das Lügengebäude der Frau einstürzen und brachte sie selbst vor Gericht. Wegen Verdachts der falschen Verdächtigung wurde nun gegen sie verhandelt.

Die Angeklagte, eine 21-jährige Auszubildende, hatte im Juni 2008 bei der Polizei Anzeige gegen ihren Lebensgefährten erstattet. Er sei in ihre Wohnung eingedrungen, habe sie auf dem Sofa festgehalten und zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Auf diese Anschuldigung hin suchte die Polizei den Mann an seinem Arbeitsplatz auf und nahm ihn fest. Er stritt die Vorwürfe ab, sollte aber in Untersuchungshaft genommen werden. In letzter Sekunde – der Haftbefehl war schon unterschrieben – eröffnete der Verdächtigte ein wichtiges Detail: Am Tag der angeblichen Vergewaltigung hatte er eine SMS von seiner Freundin bekommen, die im Handy gespeichert war. Der Inhalt: "Hallo, können wir heute abend Sex machen?"


Wie dieser Ausschnitt des Zeitungsberichtes zeigt, werden Sachverhalte nicht sorgfältig geprüft, bevor eine "Verurteilung" stattfindet. In anderen Fällen führen ernstzunehmende Hinweise auf möglichen Missbrauch oftmals paradoxerweise zum Verdacht, dass sachfremde Motive und keine Tatsachen vorlägen.

Für beide Situationen gilt daher:

  • 1. Voreilige falsche Verdächtigungen entstehen durch voreiliges, unreflektiertes und fachlich ungeprüftes Handeln.
  • 2. Voreilige Unterstellungen einer falschen Verdächtigung entstehen gleichfalls durch schnelles, unfreflektiertes und fachlich ungeprüftes Handeln.
So können jeweils Betroffene nur darauf hoffen, dass an der Untersuchung des Sachverhaltes beteiligte Personen fachlich gut ausgebildet sind und mit der nötigen Sorgfalt handeln.


denn im Zweifelsfall gilt immer: in dubio pro reo....


1 Kommentar:

  1. Sabine Specker2. Juli 2009 um 13:22

    Unfassbar auch die Vorgehensweise das Mütter einfach behaupten ihr Kind sei sexuell vom Vater missbraucht worden.
    Das Gutachten was in solchen Fällen vom Jugendamt angeordnet wird darf der beschuldigte Vater nicht einmal einsehen. (Hier liegt es am Gutachter ob er dem Vater Einblick gewährt) Nur das Umgangsrecht wird ihm verweigert.
    Was es unendlich schwierig macht sich als Betroffener zu wehren.

    AntwortenLöschen