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Donnerstag, 25. Juni 2009

Babywegnahme in der FAZ - Willkür im Stuttgarter Jugendamt

Sorgerecht: "Amtlicher Größenwahn" von Katrin Hummel

Auszug aus dem FAZ-Beitrag von Katrin Hummel....mit den unglaublichen Vorgängen im Stuttgarter Jugendamt

Zum Beispiel im Fall xxxxxx: Die Tochter von xxxx und seiner Lebensgefährtin xxxxx wird Ende Dezember vergangenen Jahres geboren.
Zwölf Tage nach der Geburt, am 10. Januar 2008, unterzeichnet das unverheiratete Paar eine gemeinsame Sorgeerklärung, am nächsten Tag lässt sich xxxxxx wegen eines durch die Entbindung ausgelösten psychotischen Schubs ins Krankenhaus einweisen, der Säugling wird bei ihren Eltern untergebracht, wo der Vater die Kleine jeden Tag besucht. Nach drei Tagen verbietet ihm die Großmutter plötzlich, seine Tochter zu sehen.

Statusbedingte Arroganz
Vier Tage lang lässt sie ihn nicht zu seiner Tochter, so dass er sich schließlich an den Sozialen Dienst des Jugendamtes Stuttgart wendet. Die Großmutter soll das Kind herausgeben, er will es zu Hause versorgen. Eine Vollmacht von xxxxxx legt er drei Tage später beim Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt vor. Am
nächsten Tag bekommt Herr xxxxxxx Besuch vom Jugendamt. Er zeigt den beiden Mitarbeitern sämtliche Babyutensilien und erklärt auf Nachfrage, wie die Fläschchen in kochendem Wasser sterilisiert werden. Das Jugendamt guckt sich alles an und unternimmt - nichts. Am nächsten Abend schreitet er deshalb selbst
zur Tat: Er will sein Kind, in Absprache mit seiner Lebensgefährtin, von den Großeltern wegholen. Daraufhin entzieht das Amtsgericht Stuttgart Herrn  xxxxx noch am gleichen Tag das Aufenthaltsbestimmungsrecht: Es sei „völlig ungeklärt, ob der Vater überhaupt in der Lage ist, den erst wenige Wochen alten Säugling sachgerecht zu versorgen“.

Dass ein Jugendamt einem Vater das Kind „wegnimmt“, obwohl er ihm „nichts getan“ hat - dass das Amt also vorbeugend tätig wird -, ist seit vergangenen März möglich: Da wurde der Paragraph 1666 des Bürgerlichen Gesetzbuchs novelliert, um Gerichten den Sorgerechtsentzug zu erleichtern. Seitdem muss das Jugendamt
nicht mehr den Nachweis elterlichen Versagens führen, um die Kinder aus der Familie herauszunehmen. Das bedeutet: Eltern müssen schon dann um ihr Sorgerecht fürchten, wenn ihre Erziehungsvorstellungen von denen der Behörden abweichen. Professor Kupffer spricht in diesem Zusammenhang von „statusbedingter Arroganz“: Die Eingriffsmacht des Amtes werde zur Urteilskompetenz umgedeutet, „dass der Eingriff des Amtes aber selbst eine Gefahr darstellen könnte, bleibt unberücksichtigt“.


Erschütternd ist in diesem Fall, dass auch das zuständige Familiengericht deutlich grundrechtswidrig agiert.....

Offenbar hat die zuständige Familienrichterin noch kein Urteil zum Thema Sorgerecht und Umgangsrecht des Bundesverfassungsgerichtes gelesen, oder sie hält überhaupt nichts davon, dass Eltern ein Grundrecht auf die Erziehung und Pflege ihrer Kinder gem. Art.6 des Grundgesetzes haben.

Traurig, wenn man bedenkt, dass das Grundgesetz in diesem Jahr mit seinem "60. Geburtstag" auch von der Regierung gefeiert wird und wurde....

Noch Worte?

1 Kommentar:

  1. wie lange lasst ihr euch von diesem staat denn noch alles gefallen?
    wenn wir nicht aufhören ihnen zu gehorchen aus angst vor ihren angedrohten strafen (die sie kaum über uns alle verhänen können wenn wir alle ungehorsam sind), wird sich wohl kaum mal was zu unseren gunsten ändern.

    ist das so schwer das zu verstehen?
    motzen sollte man nicht über die ämter, auch nicht über die regierungen. daß das alles flachpfeifen sind wissen wir alle, aber die richtigen flachpfeifen, das sind die, die denen dann auch noch hinterherrennen und tun und lassen was sie dürfen. scheiß drauf, sag ich!

    wo wird in den berichten und artikeln mal erwähnt, wer wirklich schuld ist. schuld ist vor allem immer der der tatenlos daneben steht ohne einzugreifen wenn er was ändern könnte.
    dieses volk steht nicht nur daneben sondern beteiligt sich auch noch maßgeblich dran, sich gegenseitig zu ohrfeigen. und schuld sind IMMER die anderen. lernen wir endlich mal was draus? nämlich daß wir schuld immer erstmal bei uns selbst suchen sollten wenn wir irgendwie leiden oder frustriert sind, statt die schuld immer auf andere abzuwälzen. das ist nicht nur asozial sondern deutet auf absolute abhängigkeit und unfähigkeit zur eigenverantwortung hin.

    schade um die tragik in dem bericht, der vater hat definitiv mein mitgefühl, so aber auch das kind, die mutter und die oma.
    das sind alls symptome. der problemkern liegt im volk selbst.

    seid ungehorsam! macht macht nicht mehr was ihr sollt sondern was ihr für richtig haltet.
    sind wir ein volk von souveränen bürgern oder ein kindergarten, dem man noch erzählen muss wie man sich die zähne richtig putzt?

    DANN wird sich was ändern.

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