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Mittwoch, 11. März 2009

Psychologische /Pädagogische GerichtsgutachterInnen überschreiten ihre Kompetenzen

Wie die Erfahrung zeigt, überschreiten GutachterInnen in familiengerichtlichen Verfahren häufig ihre Kompetenzen. Was weder Richter, noch Rechtsanwälte, noch Jugendamtsmitarbeiter wissen:
Die Ausbildung zum Diplom Psychologen oder zum Diplom Pädagogen (Sozialpädagogen) führt nicht dazu, dass bei gutachterlicher Tätigkeit "alles" begutachtet werden kann:

Für die Feststellung von psychischen Erkrankungen bieten diese Berufsgruppen in der Ausbildung keinesfalls ausreichend Kenntnisse. Dennoch fühlen sich - bei einer gutachterlichen Tätigkeit - viele durchaus berufen auch psychische Erkrankungen zu "diagnostizieren". In seltenen Fällen dürfte dies zu Zufallstreffern führen.

Juristisch gesehen, müssen Gutachten allerdings mit wissenschaftlichen Methoden erstellt werden, so dass nur in "Klinischer Psychologie" ausgebildete Psychologen dazu in der Lage sind. Dabei reichen theoretische Kenntnisse, wie sie an Universitäten gelehrt werden, keinesfalls aus.

Aus diesem Grunde absolvieren ärztliche Psychiater /Psychotherapeuten (= erlernte Grundausbildung: Medizin) und psychologische Psychotherapeuten (= erlernte Grundausbildung: Diplom in der Psychologie bzw. bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten auch: Diplom in der Pädagogik) eine drei- bis fünfjährige Zusatzausbildung, bevor sie diese Berufstitel führen und psychische Erkrankungen diagnostizieren und behandeln dürfen.
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Für die im Gesundheitswesen anerkannte Diagnostik von psychischen Erkrankungen ist eine Zusatzausbildung in klinischer Psychologie und anderen zugehörigen Fachbereichen unentbehrlich.

Für gerichtsverwertbare, beweiserhebliche Gutachten gilt dieselbe Regel.

Dessen ungeachtet, stellen etliche RichterInnen an die gutachterliche Beweiserhebung äußerst geringe und zum Großteil keinerlei Ansprüche. Dort genügen Feststellungen, wie "aus psychologischer Sicht trifft XXXX zu", um eine gerichtliche Entscheidung zu begründen.

So werden immer wieder aufgrund unseriöser Gutachten schwerwiegende Eingriffe vorgenommen und Kinder einem Elternteil zugesprochen, oder gar das Sorgerecht entzogen.

Betroffene sollten hier genau hinsehen, denn:

Gutachter haften, wenn sie ihre Kompetenzen überschritten haben und Diagnosen gestellt haben, zu welchen sie in fachlicher Hinsicht nicht in der Lage sind. Daher sollten sich Eltern auch nicht scheuen, gegen unseriöse Gutachter Schadensersatzklagen zu führen.

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