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Montag, 5. Januar 2009

" Wie es den Kindern im Heim geht interessiert mich nicht, das ist Sache des Jugendamtes"

sagt die Rechtsanwältin K. aus Osnabrück über die Situation ihrer "Mandanten" Melanie und Michael. Sie war die Verfahrenspflegerin, auch "Anwalt des Kindes" genannt und hatte sich dafür eingesetzt, dass die beiden gegen ihren ausdrücklichen Willen ins Heim - möglichst weit entfernt von ihrer Heimat und ihren Bezugspersonen - gebracht worden waren.

"Mein Ex-Mann in der JVA hat den kürzesten Weg zu den Kindern ins Heim !"

dort habe ich über Melanie* und Michael * berichtet. Heute hatte ich mit Rechtsanwältin K. aus Osnabrück ein Telefonat.

Ich habe ihr zur aktuellen Situation berichtet:

Eingelebt haben sich die beiden im Heim noch nicht. Sie vermissen die Liebe ihrer Bezugspersonen, sie vermissen eine liebevolle Fürsorge und über Weihnachten auch noch, dass sie kein Mittagessen bekommen. Wechselnde und gleichgültige Erzieher sind ihre Betreuungspersonen. Sie werden mit dem Notwendigsten versorgt.....nicht mehr......keine Gefühle, keine Emotionen, etwas zum Anziehen, zu Essen...das wars.....

Melanie und Michael schreiben:

"Bitte holt uns hier raus"......
und Melanie hat bereits Selbstmordgedanken. Sie schreibt, dass sie es nicht mehr lange aushält, dass sie sich sehr einsam fühlt und nicht mehr leben möchte.....Nicht einmal ihr Hamster hatte sie ins Heim mitbringen dürfen.... . Beide (Michael und Melanie) vermissen ihre Mutter und Stiefmutter, ihre Schulkameraden und Freunde(innen) . Sie sind zornig auf ihren in der JVA einsitzenden Vater, welche für dieses Heim in seiner Nähe plädiert hatte...

Auch die "neuen" Kontakte mit anderen Heimbewohnern finden sie nicht einfach. Über ein Heimbewohner, welcher u.a. auch drogen- und alkoholabhängig ist, berichten die beiden Kinder.

"Die Erzieher wissen das, aber sie schauen weg"......

Die Antwort der Verfahrenspflegerin, welche eigentlich als "Anwältin der Kinder" dafür eintreten sollte, dass Entscheidungen nicht gegen das Wohl der Kinder gefällt werden, kommentiert diese Umstände mit den Worten:

"Das interessiert mich nicht, das ist Sache des Jugendamtes."

Hier zeigt sich das wahre "Gesicht" einer Anwältin, welche "nur" einen Job macht........es geht nicht um die Sache, sondern nur darum, "Geld" zu verdienen, auch wenn sie damit jungen Menschen das Wichtigste nimmt, was sie haben: Bezugspersonen, welche sie lieben....... Sowohl Melanie, als auch Michael haben mir dies auch nach den Gesprächen mit ihr berichtet:
"Sie interessiert sich nicht für uns....Ihr ist völlig egal, was mit uns passiert"
So waren die Bemerkungen nach den Gesprächen mit der vom Gericht bestellten Verfahrenspflegerin gewesen. Diese Anwältin ist nun auch zuständig dafür, dass die drei kleinen Halbgeschwister (14 Monate, 3 Jahre und 4 1/2 Jahre alt) auf Wunsch des Jugendamtes Osnabrück der Stiefmutter weggenommen werden sollen. Die "Ansicht" der Anwältin steht bereits schon fest.......

Was ist nur aus der Idee des "Anwaltes der Kinder" geworden? Ein lukrativer Nebenjob für nicht ausgelastete Rechtsanwälte...ohne irgendwelche psychologischen und pädagogischen Kenntnisse, ohne ausreichend Einfühlungsvermögen und notwendige soziale Kompetenz.......das Kind wird zur "Verfügungsmasse" im familiengerichtlichen Verfahren......

Deutschland hat wohl zu Recht den Ruf, ein kinderfeindliches Land zu sein......und Heime und am Gerichtsverfahren beteiligte Gutachter und Verfahrenspfleger scheinen sich nur für eines zu interessieren:
Wie lässt sich mit der "Verfügungsmasse" Kind möglichst viel Geld verdienen....?


P.S.: Warum Jugendämter Umgangsverbote mit Kindern aussprechen, welche gegen den Willen der Eltern und gegen den eigenen Willen ins Heim verbracht wurden, dürfte an diesem Beispiel deutlich werden. Denn niemand soll erfahren, wie kinderfeindlich das "Geschäft mit den Kindern in den Heimen" in Wirklichkeit ist.

siehe auch: Umgangsverbote..zum Wohle des Kindes oder ?
und
Klenners "Beratungstermin": IV: Verfahrenspfleger Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Klenner berichtet am 05.11.2008 IV. Ratschläge beim Umgang mit dem Verfahrenspfleger

1 Kommentar:

  1. dieser gedanke beschäftigt mich schon einige zeit .ist es für die beteiligten (anwalt des kindes, jugendamtsmitarbeiter, gutachter), eine arbeit wie jede andere auch oder sind sie wirklich am wohl des kindes interessiert.
    leider, durch eigene erfahrung,werden die gesetze nicht eingehalten, allein die situation beider elternteile wden nicht überprüft.kostet zeit,arbeit und geld. das wohl des oder der kinder bleibt auf der strecke.

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