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Samstag, 15. November 2008

Ämterversagen oder Elternversagen ?

Die Kosten in der Jugendhilfe steigen von Jahr zu Jahr. Sind die jungen Eltern heute nicht mehr in der Lage, ihre Kinder zu erziehen oder versagen die staatlichen Institutionen, wenn es um das Wohl der Kinder geht?

In der heutigen Ausgabe der Neuen Westfälischen geht es um die steigenden Kosten in der Jugendhilfe. Millionen werden benötigt um das "Kindeswohl" zu sichern. Jede stationäre Hilfe, d.h. jede Fremdunterbringung kostet zwischen 2.500 € bzw. sogar 5.000€ bis 7.500€ pro Kind und Monat. Besonders schwere Fälle, d.h. Kinder, welche therapeutische und anderer Hilfen bedürfen, verursachen besonders hohe Kosten. Ein Kinderheimaufenthalt ist mit 5.000 € ohne therapeutische Maßnahmen zu veranschlagen.

Die steigenden Kosten sind für die Kommunen immer schwieriger aufzubringen. Denn die Einnahmen aus Steuern und Abgaben steigen nicht in gleichem Umfang. Genau genommen zahlt ja der Steuerzahler die überteuerte "Arbeit" der Jugendämter:
An die Hand genommen
Immer mehr Kinder benötigen Hilfe / Politik soll drei Millionen Euro nachbewilligen
VON ELMAR KRAMER

"Bielefeld. Die Zahlen sind alarmierend. Sozialdezernent Tim Kähler spricht von "exorbitanten Steigerungen". So oft wie noch nie musste das Jugendamt in den vergangenen Monaten Kindern in Familien helfen. Damit bestätigt sich in Bielefeld ein bundesweiter Trend. Jugendamt, Einrichtungen, freie Träger und Pflegefamilien haben alle Hände voll zu tun.
Die Entwicklung lässt sich in nüchternen Summen belegen. Die Kommunalpolitiker befinden in der kommenden Woche darüber, ob sie mehrere Millionen Euro nachträglich für das Sozialdezernat bewilligen, allein knapp drei Millionen entfallen auf die Jugendhilfe. Das ist für die Fachleute besonders erstaunlich, denn die Schätzungen waren schon hoch gegriffen." (Zitat aus Neue Westfälische 15.11.2008)

Was ist von all dem zu halten? Diplom Psychologe Joerg-Dietrich Meyberg, welcher immer wieder bei seinen Gutachtenprüfungen feststellen muss, dass Gutachter, Sachverständige und oft auch die Anwälte des Kindes "Hand in Hand" gehen und gemeinsam auf unsachgemäße Weise zu dem Schluss kommen, dass das Kindeswohl gefährdet sei, stellt dazu fest:

"Alle murksen vor sich hin" - Reportage über Deutschlands Jugendämter, stern 19/2008
"So schwer der vereinzelte, durch amtliches Versagen bedingte Tod von Kindern wiegt, so unzweifelhaft ist demjenigen, dem das Thema aus alltäglicher Arbeit vertraut ist: Die Fälle, in denen die Allianz Jugendamt/Sachverständiger/Gericht durch unsensibles, übereifriges oder unsachgerechtes Handeln Familien zerstören, schaffen in ihrer Summe erheblich größeres Leid; bis hin zur Todesfolge durch Suizid."


Im dazugehörigen Bericht im Stern ist zu lesen:
"In manchen Familien sind acht, neun, zehn verschiedene Betreuer, die nach verschiedenen Methoden arbeiten, verschiedene Philosophien verfolgen, die nichts voneinander wissen und sich nie absprechen", klagt Professor Wolfgang Hinte von der Uni Duisburg-Essen.
[...]
Eine ambulante Familienhilfe kostet zwischen 500 und 1000 Euro im Monat und läuft meist über Jahre. Eine stationäre Unterbringung in einem Heim ist etwa so teuer wie in einem guten Hotel, zwischen 120 und 140 Euro am Tag. Wer entscheidet eigentlich, in welchem Heim ein Kind untergebracht wird? In den meisten Jugendämtern können die Fallmanager solche Aufträge freihändig vergeben, bis zu einer bestimmten Obergrenze. In Bielefeld liegt sie bei 130 Euro Unterbringungskosten pro Tag. Das wissen die Träger in Bielefeld natürlich und verlangen als Tagessatz 128 Euro. So muss der Fallmanager nie seinen Amtsleiter fragen. Eine praktische Lösung.("Alle murksen vor sich hin")
Ein Verdacht, welche von Kindesentzug betroffene Familien öferts aussprechen, wird im Stern 15/2008 thematisiert:
Beim Bauamt würde man sofort Korruption wittern. Beim Jugendamt kommt niemand auf den Gedanken.("Alle murksen vor sich hin")
Fachleute, welche die Tätigkeit der Jugendämter genauer unter die Lupe nehmen, fragen sich des Öfteren, warum das Jugendamt in einigen Fällen überhaupt einen Anlass gesehen hat, tätig zu werden. Eltern werden angebliche "Unterstützungsmaßnahmen" angeboten und diese Maßnahmen führen dann zu einer "stationären" Hilfemaßnahme. Besonders "gravierende" und offensichtlich rechtswidrige Fälle solcher Formen des Kindesentzuges schildert das polnische Fernsehen (mit deutschen Untertiteln):

Blinkx Video: Jugendamt, das wahre Gesicht dieser Kinderklaubehörde.

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Fortsetzung zum Thema folgt.......

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